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Konfirmation am 3. Juni 1962 Pfarrei Queck


Die Konfirmanden vom 22. April 2012


aus Queck:
Christel Erzgräber, Erika Erzgräber, Christel Kesper, Waltraud Pflanz, Anita Ulbrich, Helmut Fischer, Heinz Tränker, Karl Muhl, Heinrich Gerbig, Heinrich Döring,
aus Unter-Schwarz: Reinhard Pflanz,
aus Unter-Wegfurth: Angela Möhle,
aus Rimbach: Margita Gluck, Erika Hintz, Elfriede Dechert, Gisela Dembny, Hans Hühn, Kurt Schäfer, Wilfried Susemichel, Heini Bohländer

Programm des Jubiläumstages am 22. April 2012

Goldene Konfirmation am Sonntag Miserikordias Domini,
22. April 2012, 10.00 Uhr, evangelische Kirche Queck

09.30 Uhr Treffen im Gemeindesaal des Pfarrhauses Queck

09.45 Uhr Gruppenfoto im Garten des Pfarrhauses

10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
,
musikalische Gestaltung: Singkreis Queck und Posaunenchor der Pfarrei Queck

11.30 Uhr Besuch bei dem Mitkonfirmanden Heinz Tränker und auf den Friedhöfen in Rimbach und Queck
Die Jubilare teilen sich dazu in drei Gruppen auf.
anschließend Fahrt nach Pfordt

12.30 Uhr Mittagessen im Gasthaus Porta in Pfordt

15.30 Uhr Kaffeetrinken mit geselligem Beisammensein
in der Porta

Goldene Konfirmation 2012 Einladung

Als Konfirmanden mussten wir noch den Blasebalg treten
Am Sonntag Festgottesdienst zur Goldenen Konfirmation in der Pfarrei Queck

Am Sonntag, den 22. April 2012, laden die Kirchengemeinden der Pfarrei Queck zur Feier der Goldenen Konfirmation in die Quecker Kirche ein. Der Festgottesdienst, der vom Singkreis und dem Posaunenchor der Pfarrei musikalisch ausgestaltet wird, beginnt um 10.00 Uhr.

Vor 50 Jahren, am 3. Juni 1962, wurden in der Pfarrei Queck durch den damaligen Quecker Pfarrer Heinrich Schwabedissen zehn Mädchen und zehn Jungen konfirmiert. Aus der Kirchengemeinde Queck waren dies: Christel Erzgräber, Erika Erzgräber, Christel Kesper, Waltraud Pflanz, Anita Ulbrich, Helmut Fischer, Heinz Tränker, Karl Muhl, Heinrich Gerbig, Heinrich Döring. Zu den Rimbacher Konfirmanden gehörten: Margita Gluck, Erika Hintz, Elfriede Dechert, Gisela Dembny, Hans Hühn, Kurt Schäfer, Wilfried Susemichel und Heini Bohländer. Aus Unter-Schwarz wurde Reinhard Pflanz konfirmiert und aus Unter-Wegfurth Angela Möhle.

Im Februar hatten sich die noch in der Pfarrei Queck und in der näheren Umgebung ansässigen Jubilare im Pfarrhaus mit Pfarrer Pierre Bouvain getroffen, um den Jubiläumstag vorzubereiten. Die Adressen der weggezogenen Mitkonfirmanden wurden ausfindig gemacht und alle für den 22. April 2012 zur Feier der Goldenen Konfirmation eingeladen. Es ergab sich auch die Gelegenheit erste Erinnerungen auszutauschen. So erinnerten sich alle an die Fahrt mit Pfarrer Schwabedissen nach Hephata. Der Besuch der Behinderteneinrichtung hatte bleibende Eindrücke hinterlassen. Die Rimbacher Konfirmanden erinnerten sich noch daran, dass sie den Blasebalg der Orgel zu treten und die Glocken von Hand zu läuten hatten. Auch in Queck läuteten die Konfirmanden die Glocken noch von Hand. Erst 1970 wurde für die Quecker Kirche eine elektrische Läuteanlage angeschafft.

Am Jubiläumstag treffen sich die Jubilare um 9.30 Uhr im Gemeinderaum des Quecker Pfarrhauses. Im Pfarrgarten wird dann ein Gruppenfoto geschossen. Der Festgottesdienst mit Abendmahl beginnt in der Quecker Kirche um 10.00 Uhr. Da die alte Gottesdienstordnung im Pfarrarchiv noch vorgefunden wurde, können die selben Lieder wie bei der Konfirmation vor 50 Jahren gesungen werden.

Im Anschluss an den Gottesdienst besuchen die Jubilare die beiden Friedhöfe in Rimbach und Queck, um der bereits verstorbenen Mitkonfirmandinnen Margitta Gluck und Waltraud Pflanz zu gedenken. Zum Mittagessen und den Rest des Tages kommen die Jubilare in der Porta in Pfordt zusammen. Hier wird viel Gelegenheit zum Austausch von Erinnerungen sein.

Bericht über das Jubiläum

Vielen Dank für dieses schöne Jubiläum
Goldene Konfirmanden feierten ihr Jubiläum in der Pfarrei Queck

In einem feierlichen Gottesdienst feierten in der Quecker Kirche 13 Konfirmanden des Jahres 1962 ihre Goldene Konfirmation. Den Gottesdienst gestalteten Singkreis und Posaunenchor mit.

Im Namen der Kirchenvorstände der Pfarrei Queck begrüßte Kirchenvorsteherin Cornelia Gambetta aus Rimbach die Jubilare und die zahlreich versammelte Gottesdienstgemeinde. Sie wies auf die besondere Bedeutung dieses Tages hin. Vor 50 Jahren waren die Konfirmanden als vollwertige Glieder in die Gemeinde aufgenommen worden. Sie seien es noch heute und deshalb feiere auch die ganze Gemeinde mit ihnen dieses besondere Jubiläum.

Vor 50 Jahren waren in der Pfarrei Queck zwanzig Konfirmanden durch Pfarrer Heinrich Schwabedissen konfirmiert worden: zehn Mädchen und zehn Jungen. Einige Jubilare waren verhindert, ließen aber beste Grüße ausrichten. Zwei der ehemaligen Konfirmanden sind bereits verstorben.

Seiner Festpredigt legte Pfarrer Pierre Bouvain den Text vom Zinsgroschen aus dem Matthäusevangelium zugrunde (Mt. 22,15-22). Vor 50 Jahren hatten die Konfirmanden ein Rembrandt-Bild zu diesem Text auf ihren Urkunden erhalten. Der Bibeltext gipfelt in dem Satz Jesu: „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist. Und gebt Gott, was Gott gehört.“

Der Pfarrer bezog den Text auf die Konfirmation von damals. Vor der Konfirmation waren die Konfirmanden bereits Staatsbürger. Mit der Konfirmation erhielten sie nun auch den Status eines Himmelsbürgers. Bürger der Erde und Bürger des Himmels – wie kann man das in seinem Leben und Handeln vereinbaren?

Der Kaiser, so interpretierte Pfarrer Bouvain, sei eine Instanz, die Regeln setzt, Leben ordnet. Es kann nicht jeder machen, was er will. Es ist das Recht und die Pflicht des Staates, einen Rahmen zu schaffen, in dem Menschen leben können. Die Konfirmanden des Jahres 1962 gehörten der Generation an, die man als „68er“ bezeichnet. Die 68er stellten die alten Ordnungen und Werte in Frage: „Unter den Talaren – Muff von 1.000 Jahren“. Das war ein Schlagwort. Staatliche Veränderungen ließen neu nach dem Prinzip fragen, nach dem Staat geordnet werden sollte. Die Ungarische Revolution, der Prager Frühling, der Vietnamkrieg. Antikriegsdemonstrationen. Steine flogen. Wasserwerfer wurden aufgefahren. Junge Menschen wandten sich gegen die überkommenen Moralvorstellungen, wandten sich den Staat, gegen den Kaiser. Gebt dem Kaiser nicht mehr, was dem Kaiser gehört! Verweigert euch. Man suchte nach neuer Freiheit. Flower power-Bewegung, Hippies – das machte die 68er aus, ebenso wie der Wunsch nach mehr Mitspracherecht, nach mehr Demokratie.

Die goldenen Konfirmanden haben als Staatsbürger ihren Beitrag zur Veränderung des Staates geleistet. Durch Reden oder Schweigen, wählen oder nicht wählen, und durch Steuern zahlen haben sie den Staat verändert. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“ Die Jubilare sind ihren Staatsbürgerpflichten nachgekommen.

Wie aber lässt sich der zweite Satz umsetzen: „Gebt Gott, was Gott gehört?“ So fragte der Pfarrer weiter in seiner Predigt. Und er folgerte: „Gebt!“ sagt Jesus. Das heißt: Ihr könnt euch nicht rausziehen. Gott hat Anspruch auf euren Dank. Er hat dir dein Leben geschenkt. Er hat dir Kräfte gegeben, damit du von Tag zu Tag, von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr kommen kannst. Gott hat dir Menschen gegeben, die dir nahestehen und dir helfen. Gott hat dir Gaben gegeben, die du nutzen kannst für dich und für andere. Gott bietet dir sogar durch sein Wort Trost und Hoffnung an. Gott bietet dir die Vergebung deiner Sünden an. Nimm das alles und danke deinem Schöpfer.“

Nach dem gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis erhielten die Jubilare nochmals ihren je eigenen Konfirmationsspruch zugesprochen. Die Konfirmanden der Pfarrei Queck, die am 13. Mai 2012 konfirmiert werden, lasen jedem Jubilar seinen Text vor und gratulierten.
Im Anschluss an den Gottesdienst teilte sich die Gruppe der Jubilare, um auf den Friedhöfen in Rimbach und Queck der verstorbenen Jubilare Waltraud Pflanz und Margitta Weigold, geb. Gluck zu gedenken. In der Porta in Pfordt trafen sich alle Jubilare dann zum gemeinsamen Mittagessen und einem gemütlichen Nachmittag.