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Die nächste Konfirmandenfreizeit findet vom 27. bis 29. April 2012 in Ulrichstein statt. Wir bereiten auf der Freizeit den Vorstellungsgottesdienst vor, der in diesem Jahr unter dem Thema steht: "Die zehn Gebote".

Konfirmandenfreizeiten

Schlossberg Ulrichstein

Chancen für den Konfirmandenunterricht

Im Rahmen des Konfirmandenunterrichts in der Pfarrei Queck finden an zwei Wochenenden Konfirmandenfreizeiten statt. In der Regel fahren wir in den Vogelsberg nach Ulrichstein. Die erste Freizeit veranstalten wir im September zusammen mit den Kindergottesdienstkindern. Ziel dieser ersten Freizeit ist das bessere Kennenlernen der Konfirmanden untereinander. » Mehr ...

Eine zweite Freizeit, an der die Konfirmanden dann allein teilnehmen, dient dazu, den » Vorstellungsgottesdienst am Ende des Unterrichtsjahres vorzubereiten.

Bilder und Berichte von Konfirmandenfreizeiten

» Konfirmandenfreizeit 2012 mit dem Thema: "Die zehn Gebote in meinem Leben". Anhand der "Zehn Gebote-Tafel" von Lukas Cranach in Wittenberg erschließen wir die Gebote und übersetzen sie mit Fotos und Collagen in unsere Zeit,

» Konfirmandenfreizeit 2011 zur Vorbereitungs des Vorstellungsgottes-dienstes mit dem Thema: "Meine Träume vom Leben: Nichts ist unmöglich." Für den Gottesdienst fertigten die Konfirmanden in Anlehnung an die dreidimensionalen Bildkästen des Künstlers Volker Kühn eigene Bildkästen an.Alle Kästen und Texte präsentieren wir hier.

» Konfirmandenfreizeit 2010 zum Thema "SPHAERA - meine Welt und mein Glaube. Ausgehend von der Skulptur Sphaera des Künstlers Stephan Balkenhol haben sich die Konfirmanden Gedanken gemacht zur Bedeutung des Glaubens in ihrer Welt. Was trägt uns? Wo finden wir Halt in schwieriegen Situationen?

» Konfirmandenfreizeit 2009 zum Thema: ICH und meine evangelische Kirche. Die Konfirmanden sammelten Informationen zur Geschichte ihrer Kirchen und präsentierten ihre Ergebnisse als "Liebeserklärung" in einer power-point-Präsentation.

» Konfirmandenfreizeit 2008 zum Thema: "Zehn Gebote und ein Herz". Wie können wir mit unserem Herzen die Gebote erfassen? Die Konfirmanden fertigten lebensgroße Umrißfiguren von sich an. Was ich tun kann mit meinen Händen, meinen Füßen, meinem Kopf. Wie und wodurch helfen uns die Gebote?

» Konfirmandenfreizeit 2007 zum Thema: "Taufe - der Schritt über die Linie". Anhand eines Bildes von Rembrandt suchten die Konfirmanden nach der Bedeutung der Taufe. Was macht die Taufe zu einem besonderen Ereignis im Leben eines Menschen?

Der Begriff "Freizeit"

Jugendheim Ulrichstein

Der Begriff "Freizeit" kommt aus der evangelischen Jugendarbeit. Freizeiten sollen eine Zeit sein, in der Jugendliche frei sein können von den vielen Pflichten und Einflüssen des Alltags. Die Freizeiten wollen aber keine leere und unausgefüllte Zeit sein. Sie sollen vielmehr Freiraum schaffen für Erlebnisse in der Gemeinschaft. Freiraum aber auch für neue, andere und bessere Gedanken, Freiraum für das Wort Gottes.

Unsere Konfirmandenfreizeiten nehmen dieses wichtige Anliegen der evangelischen Jugendarbeit auf. Die Konfirmandenfreizeiten verbinden Freiräume mit freier Zeit.

Das Jugendheim Ulrichstein

Beim Volleyballspiel

"Freie Zeit" ist die Zeit, die die Konfirmanden selbst gestalten können. Das Jugendheim in Ulrichstein mit seinen vielen Räumen bietet hervorragende Voraussetzungen. Eine Tischtennisplatte ist ebenso vorhanden wie kleine Gruppenräume und ein Volleyballnetz. Darüber hinaus hat Ulrichstein mit seinem Bergschloss Interessantes zu bieten. In der "freien Zeit" finden sich die Jungen und Mädchen in kleinen Gruppen zusammen. So kommt es zu einem besseren Kennenlernen der einzelnen Gruppenmitglieder, was während der Unterrichtssituation in Queck so kaum möglich ist.

Themen werden kreativ erarbeitet

Kreatives Gestalten

Der größere Anteil der Freizeit dient aber der Erarbeitung eines Themas. Auch hier kann von einem gewissen "Freiraum" gesprochen werden. Dadurch, dass auf einer mehrtägigen Konfirmandenfreizeit die enge zeitliche und räumliche Begrenzung einer normalen Unterrichtsstunde entfällt, können vielfältigere Möglichkeiten genutzt werden, um ein Thema zu behandeln. Themenzugänge können spielerisch erschlossen und gestaltet werden. Es ist Zeit zum Basteln, Malen und anderen kreativen Gestaltungsmöglichkeiten. In der Regel nehmen die Konfirmanden dieses Angebot gerne wahr und erstellen interessante Materialien, die meistens in die Gottesdienste unserer Gemeinde eingebracht werden.

Lernimpulse vor Ort

Grabstein von Max Fröhlich

Fast nebenbei bietet Ulrichstein zwei Besonderheiten, die starke Lernimpulse geben. Ulrichstein hat einen 1.547 qm großen jüdischen Friedhof, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt worden ist. Der Friedhof ist in gutem Zustand. Rund 50 Grabsteine mit hebräischen und deutschen Inschriften konfrontieren die Jugendlichen mit der jüngeren deutschen Geschichte. Einer der Grabsteine erinnert an Moritz Fröhlich, der am Tage seiner Konfirmation (Bar-Mizwa-Feier) im Alter von 13 Jahren gestorben ist. Die Betrachtung dieses Grabmals löst Betroffenheit aus.

Gedenkstein "Siebenjähriger Krieg"

Auf dem Schlossberg befinden sich zwei Gedenkstätten nebeneinander. Eine Gedenktafel erinnert an 20 gefallene hessische Grenadiere, die bei der Erstürmung des Ulrichsteiner Bergschlosses im Siebenjährigen Krieg "Wunder an Tapferkeit vollbracht" haben. So haben unsere Vorfahren vom Krieg gesprochen. Die wirklichen Auswirkungen von Kriegen werden den Jugendlichen deutlich vor Augen geführt, wenn sie das große Gräberfeld mit Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges betreten. Soldaten, Frauen, Kinder und Jugendliche verschiedener Nationalitäten sind auf dieser Kriegsgräberstätte bestattet worden. Auch sogenannte "Fremdarbeiter", die unter den Nationalsozialisten zu Tode geschunden wurden, sind hier beigesetzt. Aus dem Neben- und Gegeneinander dieser beiden Gedenkstätten ergeben sich interessante Impulse für die gemeinsame Gestaltung des Unterrichtes.

Jugendheim Ulrichstein

Konfirmandenfreizeiten bedeuten besonders für den Pfarrer ein Mehr an Arbeit und Aufwand. Aber sie sind für einen gelingenden Konfirmandenunterricht unverzichtbar. Nur so kann innerhalb des viel zu knappen Unterrichtsjahres ein Mindestmaß an Unterrichtsstunden erreicht werden. Durch die Freizeiten kann ein Gruppenklima entstehen, das ein gutes Zusammenarbeiten ermöglicht. Beide Freizeiten sind deshalb fester Bestandteil des Konfirmandenunterrichts in der Pfarrei Queck.